28.09.05
Übergewicht wird zum weltweiten Problem
Die WHO belegt: Eine Milliarde Menschen ist bereits zu dick - Tendenz steigend
Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO.Wenn dieser Trend weiter anhält, werden es im Jahr 2015 bereits 1,5 Mrd. sein. Die Prozentzahlen von Übergewichtigen nehmen aber nicht nur in der industrialisierten Welt zu, sondern auch in ärmeren Ländern.
Das weltweite Übergewicht schafft den Nährboden für eine Vielzahl von Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes und andere chronische Leiden. "Die Vielzahl an Übergewichtigen und Fettleibigen ist erschütternd", meint Catherine Le-Gales-Camus, stellvertretende Generaldirektorin der WHO. "Wenn nicht rasch gehandelt wird, kommen auf all diese Länder ernst zu nehmende Probleme in zehn bis 20 Jahren zu", erklärt die Expertin im Wissenschaftsmagazin New Scientist . Das Problem der Fettleibigkeit in den ärmeren Ländern ist von vielen Faktoren abhängig - eines davon ist der globale Wandel der Ernährungsgewohnheiten. Auch in den armen Ländern isst man heute eher eine Nahrung, die aus mehr Fett, Salz und Zucker besteht. Bewegungsmangel kommt überall als Erschwernis hinzu.
"Die echte Tragödie ist, dass Übergewicht und Fettleibigkeit und die damit verbundenen chronischen Erkrankungen zum größten Teil verhinderbar wären", so Robert Beaglehole, WHO-Direktor des Programms chronische Erkrankungen und Gesundheitsvorsorge. Rund 80 Prozent der Herzkrankheiten Schlaganfälle und Diabetes-2-Fälle sowie 40 Prozent der Krebserkrankungen könnten mit gesunder Ernährung, Nichtrauchen und körperlicher Aktivität verhindert werden", so Beaglehole.
pressetext/GesundheitPro; 27.09.2005